Aktuelle Entscheidungen als Klausurfälle
Wir bereiten examensrelevante Entscheidungen als klausurtaugliche Fälle auf – damit du neue Rechtsprechung nicht nur liest, sondern direkt trainierst.
Examensrelevante Rechtsprechung bezeichnet aktuelle Gerichtsentscheidungen – insbesondere von BGH, BVerfG und Oberlandesgerichten – die aufgrund ihrer Rechtsfragen und Subsumtionsstruktur als Grundlage für Examensklausuren geeignet sind. KlausurenKIste bereitet diese Entscheidungen als vollständige Übungsfälle auf: mit Sachverhalt, Klausurhorizonten und sofortigem KI-Feedback zur eigenen Lösung.
Aktuell 10 Entscheidungen aus Zivilrecht, Strafrecht und Staatsorganisationsrecht – von BGH, BVerfG und Oberlandesgerichten (2024–2026).

Steht der AfD der zweitgrößte Sitzungssaal zu?
Zweitstärkste Fraktion, zweitgrößter Sitzungssaal – klingt fast zwingend. Das BVerfG zeigt im Organstreit: Fraktionsstärke allein begründet keinen Anspruch auf ein bestimmtes Ergebnis.
Was du üben wirst
- Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG im Organstreit präzise einordnen
- § 6 Abs. 3 Satz 2 GO-BT und § 11 GO-BT systematisch zusammendenken
- Den eingeschränkten Kontrollmaßstab des BVerfG sicher anwenden
- Mitwirkungsmöglichkeiten von verfassungsrechtlich nicht geschuldeten Erfolgsprämien abgrenzen

Der Abschlepp-Klassiker mit neuem Twist
Der BGH entscheidet: Ist das bloße Überziehen der Parkzeit auf einem privaten Parkplatz bereits verbotene Eigenmacht nach § 858 BGB? Und muss der Betreiber erst abwarten, bevor er abschleppen lässt?
Was du üben wirst
- § 858 I BGB präzise am Sachverhalt prüfen: ursprüngliche Zustimmung vs. Zeitüberschreitung
- Mythos „Wartepflicht": Wie lange muss der Betreiber die Parkzeitüberschreitung dulden?
- Die saubere Verzahnung von GoA und Bereicherungsrecht

Virus im Koi-Teich
Nach der Lieferung verenden mehrere Koi-Karpfen, bei den toten Fischen wird KHV festgestellt. Klausurentscheidend ist, wer das Risiko trägt, wenn sich die Herkunft des Virus nicht mehr beweisen lässt.
Was du üben wirst
- § 433 Abs. 2 BGB sicher prüfen
- Aufrechnung nach §§ 387, 388, 389 BGB sauber einordnen
- Sachmangel und Gefahrübergang präzise trennen
- § 477 BGB beim Tierkauf richtig anwenden
- Beweislast und Nichterweislichkeit sauber lösen
- Typische Fehler bei Tierkrankheiten, KHV und Verbrauchsgüterkauf vermeiden

Einbruch im Schrebergarten
Eine Gartenlaube mit Schlafplätzen, Koch- und Sitzgelegenheiten sowie sanitären Anlagen wirft die klausurträchtige Frage auf: Ist das schon eine Wohnung im Sinne des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB?
Was du üben wirst
- Den Wohnungsbegriff bei § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB sauber definieren
- Dauerndes Wohnen von vorübergehender Unterkunft abgrenzen
- Das Bundeskleingartenrecht im strafrechtlichen Wohnungsbegriff richtig einordnen
- Den Schutzzweck des Wohnungseinbruchsdiebstahls herausarbeiten
- Saisonale Nutzung und tatsächliche Zweckbestimmung sauber gewichten
- Ausstattung, Zweckbestimmung und tatsächliche Funktion einer Gartenlaube präzise prüfen

Messerangriff im Wohncontainer
Nach einem unbegründeten Verdacht heimlicher Handyaufnahmen sticht A in einem Wohncontainer auf B ein. Examensrelevant wird der Fall beim Rücktritt vom Totschlagsversuch: Fehlschlag, Rücktrittshorizont und Freiwilligkeit müssen sauber getrennt werden.
Was du üben wirst
- § 212 StGB mit bedingtem Tötungsvorsatz sauber prüfen
- Unmittelbares Ansetzen nach § 22 StGB sicher bejahen
- Den Fehlschlag beim mehraktigen Geschehen richtig einordnen
- Den Rücktrittshorizont konsequent aus Tätersicht bestimmen
- Beendeten und unbeendeten Versuch sauber abgrenzen
- Freiwilligkeit nach § 24 StGB ohne vorschnelles Ergebnis prüfen

Keine Waffen für AfD-Mitglieder?
Ein Sportschütze ist AfD-Funktionär und besitzt zwei Waffenbesitzkarten. Nachdem die Waffenbehörde von seinem politischen Engagement erfährt, stellt sich die klausurträchtige Frage nach waffenrechtlicher Zuverlässigkeit.
Was du üben wirst
- Anfechtungsklage sauber aufbauen
- § 45 WaffG als Spezialregelung richtig einordnen
- Widerruf und Rücknahme waffenrechtlicher Erlaubnisse trennen
- § 5 Abs. 2 Nr. 3 WaffG präzise prüfen
- Mitgliedschaft und Unterstützung einer Partei sauber subsumieren
- Verdachtsfall und nachweisliche verfassungsfeindliche Bestrebung abgrenzen
- Art. 21 GG und waffenrechtliche Gefahrenabwehr zusammendenken
- Typische Fehler bei politischem Engagement und waffenrechtlicher Zuverlässigkeit vermeiden

Reparieren Sie schon mal!
A lässt seinen Pkw reparieren, obwohl er weiß, dass er die Rechnung nicht bezahlen kann. Die Werkstatt behält den Wagen – doch gleicht ihr Werkunternehmerpfandrecht den Vermögensschaden wirklich aus?
Was du üben wirst
- Betrug nach § 263 Abs. 1 StGB sauber aufbauen
- Konkludente Täuschung über Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit erkennen
- Den Eingehungsbetrug bei entgeltlichen Werkleistungen richtig einordnen
- Vermögensverfügung und Vermögensschaden präzise bestimmen
- Das Werkunternehmerpfandrecht nach § 647 BGB in den Vermögensvergleich einbeziehen
- Werthaltigkeit und Verwertbarkeit einer Sicherheit wirtschaftlich bewerten
- Die Bedeutung der Zulassungsbescheinigung Teil II für die Fahrzeugverwertung erfassen
- Bereicherungsabsicht und Stoffgleichheit sauber subsumieren

Der Tritt am Paddock
Ein Pferd tritt aus, A wird schwer verletzt, und es stellt sich die klausurentscheidende Frage: Wer ist im Rechtssinn Tierhalter und haftet nach § 833 Satz 1 BGB?
Was du üben wirst
- § 833 Satz 1 BGB sicher prüfen
- Die Tierhaltereigenschaft sauber herausarbeiten
- Bestimmungsmacht, Kosten und wirtschaftliches Verlustrisiko richtig gewichten
- Die Rolle der Obhut durch einen Dritten präzise einordnen
- Typische Fehler bei Tierhalterhaftung und Schadensersatz vermeiden

Rangsdorfer Hausdrama
F baut im Vertrauen auf einen Zuschlag ein Wohnhaus auf dem Grundstück „Seeblick“. Später wird der Zuschlag aufgehoben und E verlangt Herausgabe, Abriss und Löschung der Grundschuld.
Was du üben wirst
- § 985 BGB sauber prüfen
- Eigentum nach aufgehobenem Zuschlag richtig einordnen
- Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis sicher aufbauen
- Verwendungen nach §§ 994 ff. BGB erkennen
- § 996 BGB beim Hausbau auf fremdem Grundstück anwenden
- Zurückbehaltungsrecht nach §§ 1000, 273 BGB sauber einbauen
- § 1004 BGB und EBV-Sperrwirkung nicht übersehen
- Grundschuld und Grundbuchberichtigung sauber einordnen

Voll Bock auf Stress gehabt
Eine eskalierte Nacht an der Grillhütte führt vom provozierten Streit über eine Ohrfeige zu einem tödlichen Messerstich. Der Fall bündelt Notwehr, Notwehrprovokation und Notwehrexzess.
Was du üben wirst
- § 212 StGB sicher prüfen
- Bedingten Tötungsvorsatz beim Bruststich sauber begründen
- § 32 StGB mit Notwehrlage, Erforderlichkeit und Gebotenheit strukturiert aufbauen
- Notwehrprovokation erkennen und richtig einordnen
- § 33 StGB mit Blick auf Panik, Wut und die Grenzen des Notwehrexzesses behandeln
Keine examensrelevante Entscheidung verpassen
Wir informieren dich per Mail, sobald ein neuer Fall zu aktueller Rechtsprechung online ist – kompakt, klausurtauglich und direkt zum Üben.
Häufige Fragen zur examensrelevanten Rechtsprechung
Was ist examensrelevante Rechtsprechung?
Examensrelevante Rechtsprechung bezeichnet aktuelle Gerichtsentscheidungen – insbesondere von BGH, BVerfG und Oberlandesgerichten – die aufgrund ihrer Rechtsfragen und Subsumtionsstruktur als Grundlage für Examensklausuren geeignet sind. Für die Examensvorbereitung im Jurastudium ist es entscheidend, nicht nur den Leitsatz zu kennen, sondern den Fall selbst klausurgerecht lösen zu können.
Welche Gerichte und Rechtsgebiete werden abgedeckt?
Die Fälle umfassen Entscheidungen von BGH, BVerfG und Oberlandesgerichten aus den Bereichen Zivilrecht (Sachenrecht, Kaufrecht, Deliktsrecht), Strafrecht und Staatsorganisationsrecht – alle Kerngebiete des Ersten Staatsexamens.
Wie hilft KlausurenKIste bei der Examensvorbereitung mit aktueller Rechtsprechung?
KlausurenKIste bereitet aktuelle Gerichtsentscheidungen als klausurtaugliche Übungsfälle auf. Statt nur den Leitsatz zu lesen, löst man den Fall selbst und erhält sofortiges KI-Feedback zur eigenen Lösung – so trainiert man die Subsumtionstechnik direkt am aktuellen Sachverhalt.
Wie erkenne ich, ob eine Entscheidung examensrelevant ist?
Eine Entscheidung ist examensrelevant, wenn sie eine klassische Klausurstruktur aufweist: ein klar abgrenzbarer Sachverhalt, mehrere Anspruchsgrundlagen oder Prüfungsschemata, und ein rechtliches Problem, das auch ohne Kenntnis des konkreten Urteils lösbar sein sollte. BGH-Entscheidungen zu §§ 858, 985, 477 BGB oder § 244 StGB, die neue Sachverhaltsvarianten einführen, sind typische Beispiele.